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OTEPIC KENYA PROJECT: Wir feiern 10 Jahre!

Liebe Freunde und Unterstützer von OTEPIC!

Dieses Jahr ist ganz besonders für uns, denn wir feiern den 10. Geburtstag von OTEPIC! Als wir nur auf einem kleinen Stück Land im Mitume Slum in Kitale anfingen, hätten wir uns niemals vorstellen können, wo wir heute sind:

Wir geben Schulungen für die örtlichen Gemeinschaften im Bereich biologische Landwirtschaft, haben den Mitume Garten im Slum von Kitale, den Amani „Friedens“ Garten, den Sabwani Garten und ein Ökodorf, bauen ein Konferenzzentrum und Permakulturschule, haben ein Waisenhaus Tabasamu („Lächeln“) und eine Tanzgruppe.

Wenn du uns helfen möchtest, unseren Geburtstag zu feiern, wären wir sehr dankbar, wenn du ein paar Steine für unser zukünftiges KONFERENZZENTRUM als Geburtstagsgeschenk spenden könntest!

Wir brauchen 10.000 Steine à 1€ = 10.000€

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In diesem Newsletter wollen wir auf die letzten zehn Jahre zurückblicken und unsere Visionen für die Zukunft teilen.

2008 – Philip kehrt nach dem sechsmonatigen Studium aus Kalifornien zurück, mit neuem Wissen über biointensive Anbaumethoden und dem Wunsch, dieses mit seiner Gemeinschaft zu teilen. Er nutzte das Geld des Stipendiums, das er während seines Studiums bekommen und gespart hatte und einige Spenden von Freunden, um ein kleines Stück Land in seiner Gemeinschaft zu kaufen. Er mietete auch einen Raum für Gemeinschaftstraining und Jugendarbeit: OTEPIC Kenya project war geboren!

                                    

 

2010 – Philip trat seine erste Reise nach Europa an, bei der er 3 Monate in Tamera, Portugal, verbrachte. Dort lernte er viel über Friedensbildung und auch über Sepp Holzers Permakultur. In ihm entstanden viele Ideen, wie er diese Techniken auch in Kenia anwenden kann, besonders bezogen auf das Auffangen von Regenwasser, erneuerbare Energien, regenerativen Lebensmittelanbau und Gemeinschaftsarbeit. Auf Grund dieser gelungenen Reise kommt Philip jeden Sommer zurück, um sein Wissen und sein Netzwerk zu erweitern.

                                   

 

2012 – Weil das Projekt in Mitume so gut von der Gemeinschaft aufgenommen wurde und so erfolgreich war, beschlossen wir, unser Wissen auch mit anderen Gemeinschaften zu teilen. Wir kauften ein weiteres Stück Land in einer Gemeinschaft, die biddi heißt und am Stadtrand von Kitale liegt und nannten den neuen Garten Amani (Amani bedeutet Frieden auf Swahili). Es begann ein Permakulturgarten mit biointensiven Methoden zu entstehen, sowie ein Gemeinschaftstrainingszentrum.

Nach Treffen mit der Gemeinschaft stellte sich sauberes Trinkwasser als größtes Bedürfnis heraus. Deswegen bohrten wir einen Brunnen, der über ein Solaranlagensystem betrieben wird. Dieser liefert genug Wasser für 3.000 Menschen, umsonst. All das wurde durch großzügige Spenden von unseren internationalen Freunden ermöglicht.

                                    

                                    

 

2013 – Bei einer weiteren Reise nach Europa erfuhr Philip von Biogas und freundete sich außerdem mit Experten erneuerbarer Energien an. Diese kamen nach Kitale, um ihm, seinem Bruder und den Jugendlichen zu erklären, wie man ein Biogas-System baut, installiert und benutzt. Seitdem stellt dieses System unser gesamtes Gas zum Kochen zur Verfügung.

Zusätzlich lernten wir einiges über Steinöfen und Solartechniken. 2013 bauten wir unser multifunktionales Gemeinschaftstrainingshaus, in dem auch unser Gartenmanager wohnt.

                                    

 

2015 – Nachdem der Amani Garten so schnell erfolgreich wurde, realisierten wir, dass noch mehr Menschen von dem Wissen profitieren könnten, das wir teilten. Wir entschieden, dass wir uns vergrößern wollten, um so viele Menschen wie möglich mit unserem Training zu erreichen. Mit der Hilfe eines Freundes von Intercultural Peace Foundation, konnten wir ein 10 Hektar großes Land kaufen, um unsere neue große Vision zu verwirklichen. Hier bauten wir zur Unterstützung der Gemeinschaft ein Geburtshaus und wieder einen solarbetriebenen Brunnen, der sauberes, kostenfreies Trinkwasser für 3.800 Menschen bereitstellt. Zusätzlich planten wir, ein multifunktions-Bildungszentrum zu bauen.

                                    

                                    

2015 veranstalteten wir außerdem ein Global Campus Event, bei dem Institutionen und Gemeinschaften aus der gesamten Welt zusammen kamen, wie zum Beispiel Beyond Boundaries, USA; Tamera, Portugal; PII, Kenia; Scope, Malawi; und später auch Intercultural Peace Foundation, Deutschland/Portugal. Bei diesem Event entstand eine größere Vision für das Land, während wir uns auch im Council trafen, Bäume pflanzten und am Global Grace Day teilnahmen. Zu dieser Zeit bauten wir ebenfalls eine Friedenshütte, die für erste Treffen und Trainingseinheiten genutzt wurde, während das Konferenzzentrum noch nicht fertiggestellt war.

Als Jahresabschluss war es uns möglich, unser Kinderhaus Tabasamu (bedeutet Lächeln in Swahili) zu eröffnen, das Waisen und Kindern, deren Familien nicht für sie sorgen können, unterstützt. Alle Kinder in Tabasamu gehen zur Schule und leben ein gesundes, glückliches Leben. Seit Philip durch ein Stipendium zur Schule gehen konnte, ist er sehr froh, dasselbe auch anderen Kindern zu ermöglichen.

                                    

 

2016 – Der Bau des Geburtshauses wurde beendet und wir schafften es, das ehemals trockene und unfruchtbare Land in einen lebendigen und blühenden Garten zu verwandeln.

Ende des Jahres begann der Bau unseres Konferenzzentrums und heute ist bereits die Grundstruktur fertig gestellt. Unsere Vision für das Zentrum ist, dass es für intensive Trainingsprogramme über Permakultur und Friedensbildung für Menschen aus ganz Ost- Afrika genutzt werden kann; dass es internationalen Gästen eine Unterkunft bieten kann; dass es für externe Konferenzen vermietet werden kann; und dass es ein Ökodorf sein wird, in dem wir ein Mustersystem entwickeln können, um die Menschen in regionaler Autonomie zu schulen, mit dem Schwerpunkt auf Wasser, Nahrungsmitteln, Energie und Gemeinschaftsleben.

                                    

Das OTEPIC Team und Freunde vor dem zukünftigen Konferenzzentrum

 

2016 pflanzten wir zusammen mit Schülern und Lehrern in drei Schulen 15.000 Bäume und brachten den Schülern bei, wie diese zu pflegen sind.

 

2017 – Wir setzten nicht nur den Bau des Konferenzzentrums fort, sondern bauten auch eine Komposttoilette, begannen einen Teich zu graben, um Regenwasser zu speichern, und gruben Bodensenken, die das Regenwasser verlangsamen und das Grundwasser auffüllen.

Wir sind zudem stolz, den Hildur Jackson Exceptional Solution Preis für unser Geburtshaus gewonnen zu haben.

                                    

                                    

 

2018 – Obwohl das Jahr 2018 gerade erst angefangen hat, haben wir schon viel erreicht. Mit der Hilfe von einigen grandiosen Freiwilligen haben wir unsere ganz neue Internetseite eingerichtet- schau‘s dir an auf www.otepic.org .

Wir sind auch für den LUSH Spring Preis nominiert. Und als wäre das noch nicht genug, haben wir mit Experten eine langzeit Lösung für unser Wasser- und Energiesystem für das Trainingszentrum entwickelt.

Wir haben begonnen, Kontiki zu benutzen, um terra preta und Holzkohle für ein Bodenregenerationssystem herzustellen.

Und wir haben unseren Lehmofen, in dem wir Brot, Pizza, Kuchen… backen können, fertig gebaut.

                                    

Wie du sehen kannst, sind wir seit dem Beginn vor zehn Jahren schon sehr weit gekommen. Wir hätten damals nie geglaubt, nach dieser Zeit drei blühende Gärten zu haben und mitten im Bau eines Trainingszentrums zu stecken. Wir sind sehr stolz darauf, was wir bis hier hin erreicht haben und sehr dankbar für die ganze Hilfe, die wir bekommen haben, um unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen! 😊

DIE ZUKUNFT. Mit einem Blick in die Zukunft wissen wir, dass wir noch abhängig von der Hilfe und Spenden anderer sind, aber um unsere Arbeit nachhaltiger zu gestalten, arbeiten wir an Strategien, unser eigenes Einkommen zu verdienen.

Eine Möglichkeit ist durch das Konferenzzentrum. In Zukunft möchten wir auch die Bio – Produkte, die wir im Garten anbauen, verkaufen sowie Essen und Kaffee anbieten – direkt vom Hof zum Tisch.                                                                                                                            

Wir sind stolz all diese Errungenschaften der letzten 10 Jahre zu teilen und wir sind so dankbar für die ganze Hilfe und Unterstützung, die wir bekommen haben und die unsere Arbeit möglich macht.

 

All diese Erfahrungen haben uns gezeigt, dass wir uns trauen dürfen, große Träume zu haben und das scheinbar Unerreichbare erreichbar ist. Nochmals vielen Dank an alle unsere Freunde und Unterstützer!

Wir werden weiterhin große Träume haben, mit der Hoffnung, dass all diese wahr werden!

Asante Sana von Philip und dem OTEPIC Team!

 

 

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